Haus der zwei Treppen, Hamburg-Othmarschen

Neubau eines Einfamilienhauses, Studie 2001

Das für eine vierköpfige Familie gedachte Haus ist als Ersatz für ein bestehendes, abbruchreifes EFH vorgesehen. Teil eines wertvollen Ensembles von Privathäusern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, kommt der Einfügung des Neubaus in die Umgebung eine besondere Bedeutung zu.

Zur Eingangsseite präsentiert sich das Haus als reduziertes, verdichtetes Bild einer giebelständigen Bebauung: Wenige, dafür große Öffnungen, Fenster nahezu außenbündig, kein Dachüberstand. Die Südseite ermöglicht, als zweite, privatere Eingangssituation, einen weiteren Zugang über die Terrasse in die Eßdiele.

Als Ein-Raum konzipiert, bietet das Haus fließende Übergänge zwischen Kochen, Essen und Wohnen. Das Dachgeschoß ist als vollwertiges Geschoß konzipiert, mit der gleichen Raumhöhe wie im Erdgeschoß (ca. 2.75m). Zugunsten klar geschnittener, großzügiger Räume wurde auf Gauben zugunsten von Dachflächenfenstern verzichtet - die Dachschräge fungiert dabei als 4. Wand.

Namensgebend für das Haus ist die zusätzliche Treppenverbindung direkt vom Wohnzimmer zum Elternbereich im OG. Dem Bauherrenwunsch nach einer gewissen Separierung zwischen Elternbereich und Kinderbereich folgend ergibt sich durch sie eine kreuzweise, direkte Verbindung zwischen Wohnen und dem elterlichen Schlafbereich einerseits sowie Küche/Entree und dem Kinderabteil andererseits. Bei Bedarf kann der Kinderbereich als Einliegerwohnung vom übrigen Haus separiert werden.